Schulterblatt Ecke Juliusstrasse neben der Roten Flora wurde am Samstag unter dem Motte "Wir nehmen uns die Stadt" ein "neues" Haus besetzt - das seit seiner Fertigstellung (seit gut einem Jahr leer steht. Die Besetzung wurde mit ca. 400 Polizisten und Wasserwerfer Einsatz bis
in die Nacht geräumt. Die Tatsache, daß es einige Millionen Quadratmeter Leerstand gibt - in Hamburg und speziell in der Schanze der Wohnraum unbezahlbar ist - wegen Spekulanten - bringt die Bewegung für ein Recht auf Stadt erst so richtig in Gang. Am 23.10.2010 wird es die Demonstration"Leerstand zu Wohnraum" geben - die diesen unhaltbaren Zustand in unserer Stadt thematisiert.
Um es nochmal zu verdeutlichen. Der Senat verkauft gerade das letzte staatliche Eigentum.
Museen, Theater, Kleine Kinos, Schwimmhallen oder Bücherhallen sind mehr und mehr rar in Hamburg. Bezahlbarer Wohnraum oder Raum wie öffentliche Parks und Plätze in der Stadt ebenso.
Für Kulturförderung gibt der Senat 2% seines Haushalt aus. Andere Bundesländer zahlen 15 %
nur mal als Beispiel.
Sind das die Symptome einer machtlosen Politik gegenüber dem Kapitalismus sprich den Banken oder Anzeichen von heimlicher Privatisierung des Staatseigentums durch Politiker wegen der Banken?
Gewachsene, soziale Strukturen werden zerstört und zerschlagen um die Kenntnis
der kollektiven Geschichte in unserer Erinnerung zu eliminieren.
Stattdessen kommt dann ein Luxushotel oder eine fastfood kette - aber bestimmt kein Museum mehr.
Das dürfen wir nicht zulassen. Das wäre ein Skandal!
Das Altonaer Museum soll nach Meinung des Senats geschlossen werden. Das ist ein Skandal!
RUNDBRIEF VON ALTONAER MUSEUM BLEIBT
Die Altonaer sind es leid, dass mit den Abrissplänen z.B. für die Seefahrtsschule oder die Elbtreppen-Häuser immer mehr historische Substanz einer spekulativen Bauwut geopfert wird. Sie sind es leid, dass an die Stelle von Erinnerungskultur Event-Kultur treten soll. Sie sind es leid, dass wegen Misswirtschaft und "Bankenrettung" Milliarden verpulvert werden und für Kultur immer weniger übrig bleibt. Sie sind empört, dass nun auch noch das Altonaer Museum zum 31.12.2010 geschlossen werden soll.
Die Politiker, die so etwas beschließen, haben einen "Hör-Schaden".
Wir wollen das Gehör der Politiker für die Empfindungen der Bevölkerung verfeinern.
Was dem Bürgermeister und der Polizei lieb - und teuer - ist, können wir auch.
Wir gründen ein Protest-Orchester: Das Altonaer Protestorchester.
Nach unserer Welturaufführung am Mittwoch, 29.September 2010 im Altonaer Rathaus sind weitere regelmäßige Konzerte geplant:
hier mal ein Video zur Aktion von Feuerloescher TV:
http://feuerloescher-tv2.blogspot.com/2010/10/das-ist-nicht-nett.html
Jeden Samstag um 12 Uhr werden wir eine Demo zwischen Alma-Wartenberg-Platz und Bahnhof Altona abhalten - mit Reiterstaffel (bastelt Steckenpferde Anleitung http://www.basteln-gestalten.de/pferd-basteln).
Beginn: Samstag, 23. Oktober 2010
Bringt Töpfe und Pfannen mit und lasst sie sprechen! Werdet Mitglied im Altonaer Protestorchester!
Zur 700 Jahrfeier Ottensens am 29. Oktober 2010 lud die Bezirksversammlung Altona mit "Eintritt frei" in das Altonaer Rathaus, das, nebenbei bemerkt, auch nicht der Stadt gehört. Während in diesen Tagen das Altonaer Museum verkauft und im Dezember ganz geschlossen werden soll.
Sich geschichtsbewusst zu geben und gleichzeitig das kuturelle Erbe zu
zerschlagen und zu verkaufen - passt nicht zusammen.
Es gründet sich gegenwärtig ein breites Bündnis in der Bevölkerung
über Hamburgs Grenzen Hinaus.
Mit Aktionen von "Altonaer Museum Bleibt !", Statements und ausgewählten Kamera-Impressionen.
Und noch ein Clip von SommerinHamburg zur Menschenkette in der Speicherstadt Fußgängerbrücke mit Akteueren des Schauspielhauses u.a. z.B. Dramaturg Schorsch Kamerun
(Goldene Zitronen)
(Tonight - 3.october 2010 - 21:00 - will be the premiere of Peter Sempels Film "animals of art - Die Ameise der Kunst" at the Metropolis Cinema in Hamburg)
Here is it! with english subtitles: The short nonfictionfilm with and about Peter Sempel at his exhibition in the Kunstverein Hamburg at 17. september 2010 - with a speech by Florian Waldvogel and Peter Sempel himself.
Peter Waldvogel: "Sempel's films are a kind of a memory-theater, his personal way to understand film-making. He considers his film-collages as an essential expression of a specific form of tradition, which deals with the anarchistic, tentative and improvised elements of the early results of photo- and film-making..."
Thanx Peter Sempel`s secret assistant for the english translated subtitles!
a nonfiction-film by Skrollan Alwert for Feuerloescher TV
Feuerloescher TV war am 25. September 2010 in Altona unterwegs
und konnte von verschiedenen Protesten und Protestformen ein paar Bilder machen und Statements einfangen.
; )
Mit Statements von u.a. Fette Mieten Party - Initiative Recht auf Wohnraum, dem Direktor vom Altonaer Museum, dem frühreren Direkor vom Museum für Hamburgische Geschichte, von annaelbe Aktivisten, Bezirkspolitikern und KünstlerInnen.
Es geht darum, die steigenden Mieten für Wohnraum und die damit verbundene Verdrängung der ursprünglichen Bevölkerung durch die perverse Vermarktung der Immobilienhaie endlich zu stoppen und sich seiner Rechte zu besinnen.
Sogar die Stadt selbst behauptet, die Miete für ihre eigenen kulturellen Betriebsstätten nicht mehr aufbringen zu können?!
Anstatt dem Treiben der Immobilienwirtschaft und den Banken mit ihren Zinsen endlich mal ein Ende zu machen, verkaufen sie einfach mal eben alles an dieselben. Ist das ein Symptom von Schizophrenie oder ein typisches, psychopathologisches Phänomen in unserer Gesellschaft?
Traditionell lassen sich die Altonaer ja nichts gefallen, desshalb sollten wir uns also lieber
auf einen heissen Herbst gefasst machen...
Es kann doch nicht angehen, daß momentan die letzten städtischen, öffentlichen Gebäude und das Gemeinwesen in Altona und wahrscheinlich sogar nicht nur in Altona - privatisiert werden soll und wir gucken bei dieser Enteignungswelle
einfach nur zu?